Resonanzen

Grafik: Káschem Büro & Leon Lechner, Sound: Anja Erdmann

Resonanzen

Als fortlaufende Ausstellung, setzt sich das Projekt „Resonanzen“ bis Ende 2026 im eigenen Tempo fort. Ein monatliches Veranstaltungsprogramm lädt zu Begegnungen und Dialog ein.
Kuratiert von Heiko Wommelsdorf, Dagmar Rauwald und Marita Landgraf

Auftakt: 23. November 2025
Fließende Begegnungen und akustische Zwischenräume

Frühling/Sommer 2026
Resonanzerfahrungen zwischen Individuum, Gesellschaft und Welt

Mit künstlerischen Arbeiten von: Anja Erdmann, Marvin Fassmann, Nikolai Renée Goldmann, Felix Mayer, Maja Munksgaard Meedom, Hyunju Oh, Hanne Römer/ .aufzeichnensysteme, Nicole Schuck, Peter Strickmann, Eveline Vervliet, Heiko Wommelsdorf

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Die Ausstellung und das Projekt „Resonanzen“ wird gefördert durch
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und in 2026

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JAHRESPROJEKT RESONANZEN – Frühling/Sommer 2026

Resonanzerfahrungen zwischen Individuum, Gesellschaft und Welt

Wie blicken wir in die Zukunft in einer ungewissen Zeit

In Musik und Physik wird Resonanz (lat. resonare – widerhallen) als das Mitschwingen oder Mittönen eines Körpers mit einem anderen definiert. In der Soziologie beschreibt der Begriff eine lebendige und tiefe Beziehung zwischen Menschen und ihrer Mitwelt, geprägt durch Hartmut Rosa. Er spricht von einer spezifischen Beziehung zweier schwingungsfähiger Körper, die in eine echte, bedeutungsvolle Interaktion treten. Psychologisch betrachtet, meint Resonanz das Mitschwingen mit den Gefühlen einer anderen Person im Sinne von mitfühlen. Diese unterschiedlichen Beziehungen und Schnittstellen zwischen Körpern, zwischen dem Selbst und dem Anderen, zwischen Mensch und Welt werden in der Ausstellung durch verschiedene künstlerische Herangehensweisen und Medien erforscht.

Wir alle bewegen uns in einem Resonanzraum, interagieren mit unserer Mitwelt und gehen Resonanzbeziehung zur Gesellschaft ein. Doch was passiert, wenn diese gestört werden? Wenn Entfremdungserfahrungen und Unsicherheiten zunehmen und eine kommunikative und soziale Beziehung zur Welt, zu unseren Mitmenschen nicht mehr gelingt? Welchen Einfluss hat das auf unsere Zukunftsvorstellungen?

Kooperative und wissensübergreifende Dialoge oder der Blick auf alternative Gesellschaftsformen können Chancen für unser (zukünftiges) Zusammenleben eröffnen. Künstlerische Perspektiven bieten Potenziale, um unseren Blick auf die Welt zu öffnen und zu verändern, Reibung und Widerstände zu erzeugen, Möglichkeiten zu entwerfen, um zu (neuen) Antworten und aktivem Handeln zu gelangen. Sie schaffen aber auch Momente des Innhaltens, der Hoffnung und positive Visionen.


Begleitendes Veranstaltungs programm

Resonanzen 2026 Hör-Stück Hanne Römer1

Sonntag, 26. April 2026, 15.00 Uhr
»LUFT 1« (Hör / Stück) – Hanne Römer: Turbulenzen, Tiere, Tusche, Töne – alles liegt in der L U F T, die als Tonträger unterschiedslos transportiert, was sich in sie einmischt: Trennen ist die Kunst: Rätselhaftes, Absonderliches aufgebauscht zu einer Fülle von Assoziationen garantiert.


Wahrnehmungsspaziergang mit Nicole Schuck1

Sonntag, 10. Mai 2026, 15.00 Uhr
Sinnlicher Erzähl- und Wahrnehmungsspaziergang mit Nicole Schuck zur Elbe und ihren Mitbewohner:innen. Wir tauchen ein in die Mitwelt von Hüpferlingen, Kieselkrebsen und anderen Kleinst- und größeren Lebewesen. Was nehmen wir wahr? Worauf richten wir unsere Aufmerksamkeit? Was versteckt sich im Verborgenen, in den Zwischenräumen? Wer sind die Tierchen und was teilen sie uns mit? Wir schauen hin, hören zu und nehmen uns Zeit mit den mehrals- menschlichen Lebewesen in Verbindung zu gehen. Treffpunkt: Künstler:innenhaus


Sonntag, 31. Mai 2026, 11.00 – 17.00 Uhr
Wir feiern 40 Jahre Künstler:innenhaus Lauenburg und laden ein zum Tag der Offenen Tür mit Workshops, Führungen und Elbblick.


Samstag, 27. Juni 2026, 19.00 Uhr
Saxyarpa – Harfe, Saxophon und Cajon Jazzkonzert auf der Elbterrasse des Künstler:innenhaus.
Eintritt: 20 € / 15 €, Tickets reservieren unter: anmeldung@kuenstlerhaus-lauenburg.de


Kooperationen

Ausstellung im MOM art space Hamburg

MOM art space Flüsse- fluide Horizonte

Anspülen, überschwappen, überbrücken, weitertragen: Als Verein und Stipendienstätte ist das Künstler:innenhaus ein gewachsenes Netzwerk von Mitgliedern Stipendiat:innen, Künstler:innen und Kooperationspartnern – seit nunmehr 40 Jahren! Den gemeinsamen Austausch und diese Verbindungen langfristig zu pflegen ist uns seit jeher wichtig. So beziehen wir immer wieder ehemalige Akteure in unser Programm ein, führen Kooperationen fort und knüpfen neue Netze.

Donnerstag, 26. März – Montag, 6. April 2026
Ausstellung im MOM art space Hamburg
»Flüsse, fluide Horizonte« –
Leo Lindl, Rike Scheffler, Hermes Hemmnis
Eröffnung: 26. März 2026, 19.00 Uhr
mit einer Lyriklesung von Rike Scheffler
Listening Session: 27. März 2026, 19.00 Uhr
von Hermes Hemmnis
Eine Kooperation von MOM art space, Literaturzentrum
Hamburg und Künstler:innenhaus Lauenburg.
Öffnungszeiten: 27. & 28. März, 2., 4. & 6. April von 16.00 – 19.00 Uhr / Der Eintritt ist frei.


Samstag, 13. Juni 2026, 16.00 Uhr
»Rückenwind« – Die musikalische Feier des Fahrradfahrens – für Stimme, Cembalo, Saxophon, Elektronik und zwei Fahrräder von Jana De Troyer in der Stadtbücherei Lauenburg.
Die belgische Komponistin und Saxophonistin war 2022 Stipendiatin des Künstler:innenhaus Lauenburg. In ihrer neuen Komposition werden Fahrräder bespielt und als vollwertige Instrumente in die Musik integriert. Das Stück feiert die Schönheit und die gesellschaftliche Bedeutung des Fahrrads und greift eine Vielfalt an Themen auf, die mit dem Fahrradfahren und der symbolischen Rolle des Fahrrads zu tun haben. Ein spezieller Fokus liegt darauf, wie das Fahrrad für Empowerment sorgt – in der Vergangenheit und heute. Für neugierige Ohren jeden Alters.
Eine Kooperation von Künstler:innenhaus und Stadtbücherei Lauenburg. Eintritt: 9 € / 7


Samstag, 4. Juli 2026 – Romper la hora! von Sagardía
Der Kompositionsstipendiat aus 2025 lädt erneut Interessierte jeden Alters ein Mitzutrommeln, ob auf Eimer, Kochtopf oder anderen Klangkörpern. Eine Aufführung im Rahmen des Stadtfestes Lauenburg.


In Kooperation mit

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JAHRESPROJEKT RESONANZEN – Auftakt November 2025 bis April 2026

Fließende Begegnungen und akustische Zwischenräume

Fotos: Robert Schlossnickel

Resonanzen

Als fortlaufende Ausstellung, setzt sich das Projekt „Resonanzen“ bis Ende 2026 im eigenen Tempo fort. Ein monatliches Veranstaltungsprogramm lädt zu Begegnungen und Dialog ein.
Kuratiert von Heiko Wommelsdorf und Marita Landgraf

Auftakt und Eröffnung: 23. November 2025 – 15.00 Uhr
Fließende Begegnungen und akustische Zwischenräume

Begleitendes Veranstaltungsprogramm:
„water, words & paper“ – Hanne Römer begleitet die Eröffnung mit Schreibmaschine und Löschpapier

Mit künstlerischen Arbeiten von: Anja Erdmann, Marvin Fassmann, Felix Mayer, Maja Munksgaard Meedom, Hyunju Oh, Hanne Römer/ .aufzeichnensysteme, Nicole Schuck, Peter Strickmann, Eveline Vervliet, Heiko Wommelsdorf

Ausstellung „Resonanzen – Fließende Begegnungen und akustische Zwischenräume“ kuratiert von Marita Landgraf und Heiko Wommelsdorf – Fotos: Robert Schlossnickel


Ausstellung „Resonanzen – Fließende Begegnungen und akustische Zwischenräume“ kuratiert von Marita Landgraf und Heiko Wommelsdorf – Fotos: Dirk Eisermann


Begleitendes Veranstaltungs programm Part 1

Donnerstag, 29. Januar 2026 – 19.00 Uhr
Akustische Performance „til it tilts“ von Peter Strickmann & performative Lesung „Es tut uns leid, dass …“ von Anaïs Meier


Sonntag, 15. Februar 2026 – 15.00 Uhr
Eveline Vervliet und Felix Mayer stellen ihre künstlerische Arbeit vor und laden zum gemeinsamen Sprechen und Hören ein.


Sonntag, 8. März 2026– 15.00 Uhr
Hörspaziergang mit Ohrmuscheln durch Lauenburg mit Maja Meedom, Treffpunkt: Künstler:innenhaus


Samstag, 21. März 2026 – 18.00 bis 21.00 Uhr
Lauenburger Kultur- und Kneipennacht
„Come by the river side – Ein Klangraum für die Elbe“
Live-Improvisationen und Field Recordings von Anja Erdmann laden Besucher:innen ein, in die Geräuschwelt der Elbe und ihrer Umgebung einzutauchen.


Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm des Künstler:innenhauses Lauenburg setzt sich im Herbst 2025 und in 2026 mit der Frage auseinander, wie wir als Gesellschaft mit Unsicherheiten und Herausforderungen umgehen können, welches Potential darin liegt und wie positive Zukunftsvisionen aussehen könnten. Dabei wird ein metaphorischer wie physischer Bezug zum Wasser, zur Elbe, hergestellt, die täglich vor dem Künstler:innenhaus vorbeifließt und den Ort prägt. Der Fluss fungiert hier als Denkfigur für kontinuierlichen Wandel, Dynamik und Anpassungsfähigkeit, aber auch als Symbol für Leben, Entschleunigung, Verbindung und Netzwerke. Wasser als essentieller Bestandteil von Ökosystemen, die ständig in Wechselbeziehungen und Veränderung stehen, verbindet Systeme an Land sowie im und unter Wasser. Es spiegelt äußere klimatische Bedingungen direkt wider, zum Beispiel Hoch- oder Niedrigwasser, Temperatur, schnelle oder langsame Fließbewegungen. Auch auf akustischer Ebene sind diese Zustandsänderungen wahrnehmbar.

Wir fragen also: Kann, wenn wir die Unsicherheit als eine Grundbedingung des menschlichen Lebens akzeptieren – die es nicht zu bekämpfen, sondern zu nutzen gilt; wenn wir Unsicherheit als etwas Produktives begreifen, darin eine Chance zur Neujustierung liegen? Künstlerische Herangehensweisen, kreatives Denken, neue Erfahrungen und konstruktive Praktiken können dabei helfen, ein „anderes“, neues Verhältnis zur (Mit)Welt und positive Visionen zu entwickeln, sowie Veränderungen als Möglichkeitsformen zu begreifen. Hoffnung, Gemeinschaft und Resilienz sind dabei wichtige Ressourcen, Entschleunigung und Resonanz bieten mögliche Lösungsansätze, um mit der Komplexität umzugehen. Der Blick in andere Kontexte wie natürliche Ökosysteme oder Lebensweisen fernab der westlichen Verwertungslogik, können uns Wissen über den Umgang mit Unsicherheit, Veränderung und Anpassung lehren. Es sind harmonische, solidarische, fließende Beziehungen und Gemeinschaften.

In einem offenen, fließenden Ausstellungskonzept werden die verschiedenen inhaltlichen Bezüge zusammengeführt und bilden gleichzeitig die Arbeitsmethode dieses fortlaufenden Projektes. Es gibt keine klassischen Laufzeiten mit Anfangs-und Enddatum, sondern fließende Übergänge, in denen die künstlerischen Arbeiten aufeinander reagieren und Beziehungen aufbauen können – inhaltlich, zeitlich und interdisziplinär. Wir nehmen Geschwindigkeit raus und fokussieren uns auf Resonanz und Dialog. Der Galerieraum wird zum künstlerischen Resonanzraum, im Sinne einer gegenseitigen körperlichen Erfahrung, eines Gesprächsraums, einem Ort von Gemeinschaft und positiver Visionen.
Das Ausstellungskonzept konzentriert sich auf drei Themenschwerpunkte, die zeitlich und thematisch fließend ineinander übergehen werden: räumlich-akustische Resonanz, soziale und gesellschaftliche Resonanz, sowie ökologische und systemische Resonanz.

Die Ausstellung und das Projekt „Resonanzen“ wird gefördert durch
in 2025

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und in 2026

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