Resonanzen

Grafik: Káschem Büro & Leon Lechner, Sound: Hermes Hemmnis

Grafik: Káschem Büro & Leon Lechner, Sound: Anja Erdmann

resonanzen screen 01 de

Grafik: Káschem Büro & Leon Lechner

Resonanzen

Als fortlaufende Ausstellung, setzt sich das Projekt „Resonanzen“ bis ins Frühjahr 2027 im eigenen Tempo fort. Ein monatliches Veranstaltungsprogramm lädt zu Begegnungen und Dialog ein. Kuratiert von Heiko Wommelsdorf, Dagmar Rauwald Shi Shi und Marita Landgraf.

Auftakt: 23. November 2025
Fließende Begegnungen und akustische Zwischenräume

Frühling/Sommer 2026
Resonanzerfahrungen zwischen Individuum, Gesellschaft und Welt

Herbst/Winter 2026/27
(Wieder) In Resonanz treten und voneinander lernen
Das aktuelle Veranstaltungsprogramm startet nach der Sommerpause am Sonntag, 23. August 2026

Mit künstlerischen Arbeiten von: Maud van den Beuken, Anja Erdmann, Marvin Fassmann, Anja Gerecke & Stefan Rummel, Nikolai Renée Goldmann, Sasha Kurmaz, Via Lewandowsky, Felix Mayer, Maja Munksgaard Meedom, Hyunju Oh, Elena Victoria Pastor, Hanne Römer/ .aufzeichnensysteme, Rike Scheffler, Nicole Schuck, Peter Strickmann, Eveline Vervliet, Heiko Wommelsdorf

Im Rahmen der Ausstellung „Resonanzen“ zeigen wir auch ausgewählte Positionen aus den diesjährigen Stipendienbewerbungen: Wiebke Elzel, Hermes Hemmnis, Andreas Schröder, Isabell Schulte

Öffnungszeiten der Ausstellung
Donnerstag bis Sonntag von 14–17 Uhr, Eintritt gegen Spende, freier Eintritt bei Eröffnungen.

Das Projekt „Resonanzen“ wird gefördert durch die

logo_kulturstiftung

Die Bewerber:innen-Positionen werden gefördert durch

sh_de_Bildung+Wissenschaft+Forschung+Kultur_logo

JAHRESPROJEKT RESONANZEN – Herbst 2026/ Winter – Frühjahr 2027

(Wieder) In Resonanz treten

Warum halten wir als Gesellschaft immer noch an der Idee von Wettbewerb und Konkurrenz fest, anstatt zu teilen und zu kooperieren?

Begleitendes Veranstaltungsprogramm startet nach der Sommerpause am Sonntag, 23. August 2026 in der Stadtgalerie Künstler:innenhaus Lauenburg

Sasha Kurmaz – Political Colours, 2012

Sasha Kurmaz

Political Colours

Ab Juli 2026 in der fortlaufende Ausstellung „Resonanzen – (Wieder) In Resonanz treten und voneinander lernen“ in der Stadtgalerie Künstler:innenhaus Lauenburg zu sehen. Kuratiert von Marita Landgraf, Dagmar Rauwald und Shi Shi.


Anja Gerecke_Stefan Rummel_Bridging the gap, 2026

Anja Gerecke & Stefan Rummel

Bridging the gap

In der fortlaufende Ausstellung „Resonanzen – (Wieder) In Resonanz treten und voneinander lernen“ kuratiert von Marita Landgraf, Dagmar Rauwald und Shi Shi in der Stadtgalerie Künstler:innenhaus Lauenburg seit Juli 2026 zu sehen.


Symbiosen und kooperative Verbindungen zwischen Lebewesen bilden das Fundament des Lebens, schreibt der Autor Dirk Brockmann in seinem Buch „Survival f the Nettest“ (2025). Wechselwirkungen und Austauschprozesse zwischen Organismen sind in der Natur allgegenwärtig. Warum halten wir als Gesellschaft also immer noch am alleinigen Prinzip von Wettbewerb und Konkurrenz fest, anstatt zu teilen und zu kooperieren? Auch die Anthropologin Anna L. Tsing ist der Meinung, ohne Kooperation sterben wir alle: „ Staying alive – for every species – requires livable collaborations. Collaboration means working across difference, which leads to contamination. Without collaborations, we all die.“ (The Mushroom a t the End of the World, 2015).
So stehen zum Beispiel Pilze durch das Myzel im Erdboden im Nährstoffaustausch mit Bakterien, Tieren, Bäumen und anderen Pflanzen. Ihre symbiotischen Beziehungen sind unerlässlich für das Ökosystem. Pilzkulturen verfügen über eine kollektive Form von Intelligenz und können eine Vielzahl an Geschlechtern aufweisen. Lernen wir also von der Natur. Aber nicht, um uns ihre wertvollen Ökosystemleistungen unter kapitalistischen Gesichtspunkten wieder zu nutze zu machen, sondern um eine gegenseitige und wertschätzende Resonanzbeziehung aufzubauen. Es braucht einen anderen, fürsorglicheren Umgang mit der Natur, den wir wieder einüben müssen; ein soziales und gerechtes Miteinander, wenn wir die Folgen der Klimakrise oder den Verlust der Biodiversität aufhalten und uns nicht unserer eigenen Lebensgrundlage berauben wollen. Aber es braucht auch ein soziales und fürsorgendes Miteinander innerhalb der Gesellschaft, wenn wir demokratische Werte stärken wollen. Mit der Ausstellung sollen fluide Beziehungsräume geschaffen werden, in denen sich gegenseitig Gehör geschenkt werden kann und neue Geflechte entstehen.
Die Gruppenausstellung versammelt künstlerische Positionen aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst und Komposition, sowie ausgewählte Arbeiten von Bewerber:innen auf die Stipendien 2026.

Begleitendes Veranstaltungs programm

In der Stadtgalerie Künstler:innenhaus Lauenburg

Workshop, Film und Talk Maud van den Beuken Fotos Ali Haji

Foto: Ali Haji

Sonntag, 23. August 2026, 15:00 Uhr
„River Murmerings“ – Filmabend und Gespräch in Englischer Sprache mit der Künstlerin Maud van den Beuken.
Die Veranstaltung entfaltet sich als ein gemeinsamer Spaziergang entlang des Flusses, bei dem drei kurze Filme gezeigt, ein Vortrag gehört und Gespräche geführt werden. Im Zentrum steht die Frage, wie Flüsse in westlichen Gesellschaften zunehmend als Ressourcen der Industrialisierung verstanden und dadurch zu Gegenständen fortwährender menschlicher Eingriffe geworden sind. Ein besonderer Fokus liegt auf Flüssen in Deutschland und den Niederlanden, wie dem Rhein und der Elbe. Gemeinsam wird untersucht, wie Sprache und verkörperte Formen der Beziehung zu Flüssen dazu beitragen können, sie als eigenständige Lebewesen beziehungsweise als Körper wahrzunehmen. Dabei wird erkundet, welche Rolle künstlerische Praxis in diesem Perspektivwechsel spielen kann.
Einführung und Moderation durch Dagmar Rauwald.


Elena Victoria Pastor, Blindness, Performance-Video, 8 Min., 2023 – Foto: Robert Schlossnickel

Sonntag, 30. August 2026, 13:00 – 16:00 Uhr
„Subjects of Water“ – Ein kollektiver Klang-Workshop mit der Künstlerin Elena Victoria Pastor.

Welche Geschichten erzählt ein Fluss? Was würde er sagen, wenn er sprechen könnte?
In dem 3-stündigen Workshop erkunden wir die Elbe als lebendiges Subjekt – nicht als Ressource, sondern als Wesen mit Rechten, Erinnerung und Stimme. Inspiriert von indigenen Weltanschauungen und aktuellen Gesetzgebungen – die Flüsse als Rechtssubjekte anerkennen – werden wir zuhören, aufnehmen und eine klangliche Erzählung verweben, die die Vorstellungskraft über die Elbe anregen. Das finale Klangstück wird anschließend Teil der Ausstellung „Resonanzen“.
Alle Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, (eigene) Texte, persönliche Geschichten oder Erinnerungen zur Elbe mitzubringen und sie in der Gruppe zu teilen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, eine gewisse Vertrautheit mit Tonaufnahmen ist aber vorteilhaft. Das technische Equipment wird vor Ort gestellt.

Der Workshop wird in Deutsch und Englisch gehalten. Max. 8 Teilnehmende, eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich an: anmeldung@kuenstlerhaus-lauenburg.de


Stipendien Abschlusspräsentation 2026

19. & 20. September 2026
Abschlusspräsentationen der Stipendiat:innen 2026.
Mit Eliana Kirkcaldy, Boris Loginov, mihyun maria kim, Carsten Schneider und Meral Ziegler.


Resonanzen-ErnteDankWalk Spaziergang mit Nicole Schuck

Sonntag, 4. Oktober 2026, 15.00 Uhr
Ernte Dank der Wildtiere! – Erzählspaziergang mit Nicole Schuck.
Nicht nur die Arbeit der Bauern ist für eine gute Ernte wichtig. Auch wild lebende Tiere leisten wertvolle Beiträge für unsere Nahrungsmittel, natürliche Mitwelt und Weltgestaltung. Sie bestäuben Pflanzen, verbessern Böden und Gewässer oder halten Ökosysteme im Gleichgewicht und vieles mehr. Diese Leistungen werden als Ökosystemleistungen bezeichnet und sind auf den Nutzen für Menschen bezogen. Wildtiere sind allerdings auch Individuen mit einem Eigenwert, ganz unabhängig von ihrem menschlichen Nutzen. Sie sind Mitgeschöpfe und Koexistierende, die unsere Welt mitgestalten. Bei unserem Erzählspaziergang am Erntedanktag möchten wir die Wildtiere wertschätzen und für ihr Dasein Danken. Doch was bedeutet wertschätzen eigentlich und aus welcher Perspektive werden Werte festgelegt, sind Fragen die wir dabei aufgreifen.
Treffpunkt: Künstler:innenhaus

Die Künstlerin Nicole Schuck erhält aktuell das Stipendium auf Einladung des Künstler:innenhauses für ihr Projekt “Die Tönung der Elbe – geräuschvolles unter Wasser” und ist Teil der Ausstellung“Resonanzen”.


40-Jahre-Sticker-Künstler:innenhaus Lauenburg seit 1986

Kooperationen

emet ezell foto ben mönks-Katharina Unteutsch foto privat

emet ezell – Foto: Ben Mönks und Katharina Unteutsch – Foto: privat

Samstag, 5. September, 17:00 Uhr, Hotel Wedina Hamburg
Literatur-Ápero mit emet ezell und Katharina Unteutsch.

emet ezell, bildende:r Künstler:in und Autor:in aus Berlin, liest Lyrik. ezells Arbeiten bewegen sich zwischen Literatur, Druckkunst und bildender Kunst, wurden international ausgezeichnet und sind 2026 u.a. im Rahmen der Venedig Biennale zu erleben. Katharina Unteutsch, ausgezeichnet mit dem Hamburger Literaturpreis, liest kurze Geschichten von großer sprachlicher Präzision: flirrende Momentaufnahmen voller Sehnsucht, feiner Irritation und genauer Beobachtung. Im Anschluss laden wir zu einem sommerlichen Apéro: der perfekte Auftakt in die Lange Nacht der Literatur Hamburg.
Katharina Unteutsch nimmt als Bewerberin auf die Stipendien 2026 am Projekt „Resonanzen“ teil.
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Literaturzentrum Hamburg und der Langen Nacht der Literatur.
Eintritt 18 € / 12 € erm. für Mitglieder (inkl. einem Apérol-Getränk nach der Lesung)


Samstag, 3. Oktober 2026, 15:00 Uhr
Performance und Aktivierung der Klanginstallation „samāʿ“ von Andreas Schröder
im Sonderausstellungsraum des Elbschifffahrtsmuseum in der Hitzler Werf, Bahnhofstr. 4-12 (direkt unter dem Windgang).
Eine Kooperation mit dem Elbschifffahrtsmuseum Lauenburg.
Geöffnet von 14.00-17.00 Uhr an folgenden Tagen: 3., 17. & 31. Oktober, sowie 7. November 2026


Sonntag, 8. November, 15:00 Uhr
Eliana Renner – MEGALOPHONIA, Videoinstallation mit anschließendem Gespräch.

Zum 100-jährigen Bestehen des Künstlerinnen-Netzwerks GEDOK greift Eliana Renner die Forderungen nach Selbstbestimmung sowie nach Frauen- und Menschenrechten auf. Daraus entwickelt sie eine künstlerische Untersuchung, die sich bewusst dem Dialog widmet und sich in ihrer Vielstimmigkeit auch dem Widerspruch öffnet.
Eine Kooperation mit dem Künstler:innenverband Bremen und 100 Jahre GEDOK, sowie Tag und Nacht für Demokratie in Lauenburg.


Sonntag, 21. Februar 2027, 15:00 Uhr
Gespräch zu Kollaborationen von Kunst und Wissenschaft mit den Kuratorinnen Shi Shi, Gallery Cubeplus Kiel und Marita Landgraf,
Stadtgalerie Künstler:innenhaus Lauenburg.
Cubeplus entwickelt langfristige kuratorische Projekte an der Schnittstelle von Naturwissenschaft und zeitgenössischer Kunst. Im Mittelpunkt stehen experimentelle Formen des Austauschs beider Disziplinen, insbesondere in den Bereichen Meereswissenschaften, Moor- und Moosökologie sowie Fragestellungen des Anthropozäns. Anhand ausgewählter Projekte kommen Künstler:innen und Wissenschaftler:innen zu Wort.
Eine Kooperation mit Gallery Cubeplus, die sich auch kuratorisch in der Ausstellung fortsetzt.


Sonntag, 14. März 2027, 15:00 Uhr
Finissage – Gemeinsam Feiern! mit einer Performance von Tintin Patrone.
Anschließend Gespräch mit den Künstler:innen und Kooperationspartnern des Ausstellungsprojektes. Danach DJ Set von digiTil.


In Kooperation mit

Logo literatur zentrum Hamburg
Logo Kuenstlerinnenverband
Logo Gallery cubeplus +
Logo Schifferstadt Lauenburg Elbe

JAHRESPROJEKT RESONANZEN – Frühling/Sommer 2026

Resonanzerfahrungen zwischen Individuum, Gesellschaft und Welt

Wie blicken wir in die Zukunft in einer ungewissen Zeit

In Musik und Physik wird Resonanz (lat. resonare – widerhallen) als das Mitschwingen oder Mittönen eines Körpers mit einem anderen definiert. In der Soziologie beschreibt der Begriff eine lebendige und tiefe Beziehung zwischen Menschen und ihrer Mitwelt, geprägt durch Hartmut Rosa. Er spricht von einer spezifischen Beziehung zweier schwingungsfähiger Körper, die in eine echte, bedeutungsvolle Interaktion treten. Psychologisch betrachtet, meint Resonanz das Mitschwingen mit den Gefühlen einer anderen Person im Sinne von mitfühlen. Diese unterschiedlichen Beziehungen und Schnittstellen zwischen Körpern, zwischen dem Selbst und dem Anderen, zwischen Mensch und Welt werden in der Ausstellung durch verschiedene künstlerische Herangehensweisen und Medien erforscht.

Wir alle bewegen uns in einem Resonanzraum, interagieren mit unserer Mitwelt und gehen Resonanzbeziehung zur Gesellschaft ein. Doch was passiert, wenn diese gestört werden? Wenn Entfremdungserfahrungen und Unsicherheiten zunehmen und eine kommunikative und soziale Beziehung zur Welt, zu unseren Mitmenschen nicht mehr gelingt? Welchen Einfluss hat das auf unsere Zukunftsvorstellungen?

Kooperative und wissensübergreifende Dialoge oder der Blick auf alternative Gesellschaftsformen können Chancen für unser (zukünftiges) Zusammenleben eröffnen. Künstlerische Perspektiven bieten Potenziale, um unseren Blick auf die Welt zu öffnen und zu verändern, Reibung und Widerstände zu erzeugen, Möglichkeiten zu entwerfen, um zu (neuen) Antworten und aktivem Handeln zu gelangen. Sie schaffen aber auch Momente des Innhaltens, der Hoffnung und positive Visionen.


Begleitendes Veranstaltungs programm

Resonanzen 2026 Hör-Stück Hanne Römer1

Sonntag, 26. April 2026, 15.00 Uhr
»LUFT 1« (Hör / Stück) – Hanne Römer: Turbulenzen, Tiere, Tusche, Töne – alles liegt in der L U F T, die als Tonträger unterschiedslos transportiert, was sich in sie einmischt: Trennen ist die Kunst: Rätselhaftes, Absonderliches aufgebauscht zu einer Fülle von Assoziationen garantiert.


Wahrnehmungsspaziergang mit Nicole Schuck1

Sonntag, 10. Mai 2026, 15.00 Uhr
Sinnlicher Erzähl- und Wahrnehmungsspaziergang mit Nicole Schuck zur Elbe und ihren Mitbewohner:innen. Wir tauchen ein in die Mitwelt von Hüpferlingen, Kieselkrebsen und anderen Kleinst- und größeren Lebewesen. Was nehmen wir wahr? Worauf richten wir unsere Aufmerksamkeit? Was versteckt sich im Verborgenen, in den Zwischenräumen? Wer sind die Tierchen und was teilen sie uns mit? Wir schauen hin, hören zu und nehmen uns Zeit mit den mehrals- menschlichen Lebewesen in Verbindung zu gehen. Treffpunkt: Künstler:innenhaus


40-Jahre-Sticker-Künstler:innenhaus Lauenburg seit 1986

Sonntag, 31. Mai 2026, 11.00 – 17.00 Uhr
Wir feiern 40 Jahre Künstler:innenhaus Lauenburg und laden ein zum Tag der Offenen Tür mit Workshops, Führungen und Elbblick.


saxyarpa Jazz - Alberto Sanchez - Harfe
 Johannes Köppen - Saxophon
 Manuel Beutke - Cajon

Samstag, 27. Juni 2026, 19.30 Uhr
Saxyarpa
– Harfe, Saxophon und Cajon Jazzkonzert auf der Elbterrasse des Künstler:innenhaus.
Eintritt: 20 € / 15 €, Tickets reservieren unter: anmeldung@kuenstlerhaus-lauenburg.de


Kooperationen

Ausstellung im MOM art space Hamburg

MOM art space Flüsse- fluide Horizonte

Anspülen, überschwappen, überbrücken, weitertragen: Als Verein und Stipendienstätte ist das Künstler:innenhaus ein gewachsenes Netzwerk von Mitgliedern Stipendiat:innen, Künstler:innen und Kooperationspartnern – seit nunmehr 40 Jahren! Den gemeinsamen Austausch und diese Verbindungen langfristig zu pflegen ist uns seit jeher wichtig. So beziehen wir immer wieder ehemalige Akteure in unser Programm ein, führen Kooperationen fort und knüpfen neue Netze.

Donnerstag, 26. März – Montag, 6. April 2026
Ausstellung im MOM art space Hamburg
»Flüsse, fluide Horizonte« –
Leo Lindl, Rike Scheffler, Hermes Hemmnis
Eröffnung: 26. März 2026, 19.00 Uhr
mit einer Lyriklesung von Rike Scheffler
Listening Session: 27. März 2026, 19.00 Uhr
von Hermes Hemmnis
Eine Kooperation von MOM art space, Literaturzentrum
Hamburg und Künstler:innenhaus Lauenburg.
Öffnungszeiten: 27. & 28. März, 2., 4. & 6. April von 16.00 – 19.00 Uhr / Der Eintritt ist frei.


Plakat Rückenwind

Samstag, 13. Juni 2026, 16.00 Uhr
»Rückenwind« – Die musikalische Feier des Fahrradfahrens – für Stimme, Cembalo, Saxophon, Elektronik und zwei Fahrräder von Jana De Troyer in der Stadtbücherei Lauenburg.
Die belgische Komponistin und Saxophonistin war 2022 Stipendiatin des Künstler:innenhaus Lauenburg. In ihrer neuen Komposition werden Fahrräder bespielt und als vollwertige Instrumente in die Musik integriert. Das Stück feiert die Schönheit und die gesellschaftliche Bedeutung des Fahrrads und greift eine Vielfalt an Themen auf, die mit dem Fahrradfahren und der symbolischen Rolle des Fahrrads zu tun haben. Ein spezieller Fokus liegt darauf, wie das Fahrrad für Empowerment sorgt – in der Vergangenheit und heute. Für neugierige Ohren jeden Alters.
Eine Kooperation von Künstler:innenhaus und Stadtbücherei Lauenburg.
Eintritt: 9 € / 7 Ticket kaufen


Romper la hora! von Sagardía
Für November 2026 geplant.
Der Kompositionsstipendiat aus 2025 lädt erneut Interessierte jeden Alters ein Mitzutrommeln, ob auf Eimer, Kochtopf oder anderen Klangkörpern. Eine Aufführung im Rahmen des Stadtfestes Lauenburg.


In Kooperation mit

Logo literatur zentrum Hamburg
Logo mom art space
Logo Schifferstadt Lauenburg Elbe
Logo komm in die gänge
Logo stadtbücherei lauenburg elbe

JAHRESPROJEKT RESONANZEN – Auftakt November 2025 bis April 2026

Fließende Begegnungen und akustische Zwischenräume

Fotos: Robert Schlossnickel

Resonanzen

Als fortlaufende Ausstellung, setzt sich das Projekt „Resonanzen“ bis Ende 2026 im eigenen Tempo fort. Ein monatliches Veranstaltungsprogramm lädt zu Begegnungen und Dialog ein.
Kuratiert von Heiko Wommelsdorf und Marita Landgraf

Auftakt und Eröffnung: 23. November 2025 – 15.00 Uhr
Fließende Begegnungen und akustische Zwischenräume

Begleitendes Veranstaltungsprogramm:
„water, words & paper“ – Hanne Römer begleitet die Eröffnung mit Schreibmaschine und Löschpapier

Mit künstlerischen Arbeiten von: Anja Erdmann, Marvin Fassmann, Via Lewandowsky, Felix Mayer, Maja Munksgaard Meedom, Hyunju Oh, Hanne Römer/ .aufzeichnensysteme, Nicole Schuck, Peter Strickmann, Eveline Vervliet, Heiko Wommelsdorf

Ausstellung „Resonanzen – Fließende Begegnungen und akustische Zwischenräume“ kuratiert von Marita Landgraf und Heiko Wommelsdorf – Fotos: Robert Schlossnickel


Ausstellung „Resonanzen – Fließende Begegnungen und akustische Zwischenräume“ kuratiert von Marita Landgraf und Heiko Wommelsdorf – Fotos: Dirk Eisermann


Begleitendes Veranstaltungs programm Part 1

Künstler:innenhaus Stadtgalerie Lauenburg RESONANZEN - Akustische Performance „til it tilts“ von Peter Strickmann Fotos © Dirk Eisermann

Donnerstag, 29. Januar 2026 – 19.00 Uhr
Akustische Performance „til it tilts“ von Peter Strickmann & performative Lesung „Es tut uns leid, dass …“ von Anaïs Meier


Künstler:innengespräch im Rahmen unseres Jahresprojekts „Resonanzen“

Sonntag, 15. Februar 2026 – 15.00 Uhr
Eveline Vervliet und Felix Mayer stellen ihre künstlerische Arbeit vor und laden zum gemeinsamen Sprechen und Hören ein.


01 Hörspaziergang_mit Maja Meedom

Sonntag, 8. März 2026– 15.00 Uhr
Hörspaziergang mit Ohrmuscheln durch Lauenburg mit Maja Meedom, Treffpunkt: Künstler:innenhaus


Come by the riverside Live-set zur Kultur-und Kneipennacht von Anja Erdmann.

Samstag, 21. März 2026 – 18.00 bis 21.00 Uhr
Lauenburger Kultur- und Kneipennacht
„Come by the river side – Ein Klangraum für die Elbe“
Live-Improvisationen und Field Recordings von Anja Erdmann laden Besucher:innen ein, in die Geräuschwelt der Elbe und ihrer Umgebung einzutauchen.


Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm des Künstler:innenhauses Lauenburg setzt sich im Herbst 2025 und in 2026 mit der Frage auseinander, wie wir als Gesellschaft mit Unsicherheiten und Herausforderungen umgehen können, welches Potential darin liegt und wie positive Zukunftsvisionen aussehen könnten. Dabei wird ein metaphorischer wie physischer Bezug zum Wasser, zur Elbe, hergestellt, die täglich vor dem Künstler:innenhaus vorbeifließt und den Ort prägt. Der Fluss fungiert hier als Denkfigur für kontinuierlichen Wandel, Dynamik und Anpassungsfähigkeit, aber auch als Symbol für Leben, Entschleunigung, Verbindung und Netzwerke. Wasser als essentieller Bestandteil von Ökosystemen, die ständig in Wechselbeziehungen und Veränderung stehen, verbindet Systeme an Land sowie im und unter Wasser. Es spiegelt äußere klimatische Bedingungen direkt wider, zum Beispiel Hoch- oder Niedrigwasser, Temperatur, schnelle oder langsame Fließbewegungen. Auch auf akustischer Ebene sind diese Zustandsänderungen wahrnehmbar.

Wir fragen also: Kann, wenn wir die Unsicherheit als eine Grundbedingung des menschlichen Lebens akzeptieren – die es nicht zu bekämpfen, sondern zu nutzen gilt; wenn wir Unsicherheit als etwas Produktives begreifen, darin eine Chance zur Neujustierung liegen? Künstlerische Herangehensweisen, kreatives Denken, neue Erfahrungen und konstruktive Praktiken können dabei helfen, ein „anderes“, neues Verhältnis zur (Mit)Welt und positive Visionen zu entwickeln, sowie Veränderungen als Möglichkeitsformen zu begreifen. Hoffnung, Gemeinschaft und Resilienz sind dabei wichtige Ressourcen, Entschleunigung und Resonanz bieten mögliche Lösungsansätze, um mit der Komplexität umzugehen. Der Blick in andere Kontexte wie natürliche Ökosysteme oder Lebensweisen fernab der westlichen Verwertungslogik, können uns Wissen über den Umgang mit Unsicherheit, Veränderung und Anpassung lehren. Es sind harmonische, solidarische, fließende Beziehungen und Gemeinschaften.

In einem offenen, fließenden Ausstellungskonzept werden die verschiedenen inhaltlichen Bezüge zusammengeführt und bilden gleichzeitig die Arbeitsmethode dieses fortlaufenden Projektes. Es gibt keine klassischen Laufzeiten mit Anfangs-und Enddatum, sondern fließende Übergänge, in denen die künstlerischen Arbeiten aufeinander reagieren und Beziehungen aufbauen können – inhaltlich, zeitlich und interdisziplinär. Wir nehmen Geschwindigkeit raus und fokussieren uns auf Resonanz und Dialog. Der Galerieraum wird zum künstlerischen Resonanzraum, im Sinne einer gegenseitigen körperlichen Erfahrung, eines Gesprächsraums, einem Ort von Gemeinschaft und positiver Visionen.
Das Ausstellungskonzept konzentriert sich auf drei Themenschwerpunkte, die zeitlich und thematisch fließend ineinander übergehen werden: räumlich-akustische Resonanz, soziale und gesellschaftliche Resonanz, sowie ökologische und systemische Resonanz.

Die Ausstellung und das Projekt „Resonanzen“ wird gefördert durch
in 2025

sh_de_Bildung+Wissenschaft+Forschung+Kultur_logo

und in 2026

logo_kulturstiftung