Gestaltung: Káschem Büro x Leon Lechner
Resonanzen
Als fortlaufende Ausstellung, setzt sich das Projekt „Resonanzen“ bis Ende 2026 im eigenen Tempo fort. Ein monatliches Veranstaltungsprogramm lädt zu Begegnungen und Dialog ein.
Kuratiert von Heiko Wommelsdorf und Marita Landgraf
Auftakt und Eröffnung: 23. November 2025 – 15.00 Uhr
Fließende Begegnungen und akustische Zwischenräume
Begleitendes Veranstaltungsprogramm:
Sonntag, 23.November 2025, ab 15.00 Uhr
„water, words & paper“ – Hanne Römer begleitet die Eröffnung mit Schreibmaschine und Löschpapier
Mit künstlerischen Arbeiten von:
Anja Erdmann, Marvin Fassmann, Felix Mayer, Maja Meedom, Hyunju Oh, Hanne Römer/ .aufzeichnensysteme, Nicole Schuck, Peter Strickmann, Eveline Vervliet, Heiko Wommelsdorf
Begleitendes Veranstaltungsprogramm
Donnerstag, 29. Januar 2026 – 19.00 Uhr
Akustische Performance „til it tilts“ von Peter Strickmann
& performative Lesung „Es tut uns leid, dass …“ von Anaïs Meier
Sonntag, 15. Februar 2026 – 15.00 Uhr
Eveline Vervliet und Felix Mayer stellen ihre künstlerische Arbeit vor und laden zum gemeinsamen Sprechen und Hören ein.
März 2026 – 15.00 Uhr
Hörspaziergang mit Ohrmuscheln durch Lauenburg mit Maja Meedom, Treffpunkt: Künstler:innenhaus
März 2026 – 18.00 bis 21.00 Uhr
Lauenburger Kultur- und Kneipennacht
„Come by the river side – Ein Klangraum für die Elbe“
Live-Improvisationen und Field Recordings von Anja Erdmann laden Besucher:innen ein, in die Geräuschwelt der Elbe und ihrer Umgebung einzutauchen.
April 2026
„LUFT“ – Lesung und Performance von Hanne Römer
Mai 2026
Erzählspaziergang entlang der Elbe mit Nicole Schuck
Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm des Künstler:innenhauses Lauenburg setzt sich im Herbst 2025 und in 2026 mit der Frage auseinander, wie wir als Gesellschaft mit Unsicherheiten und Herausforderungen umgehen können, welches Potential darin liegt und wie positive Zukunftsvisionen aussehen könnten. Dabei wird ein metaphorischer wie physischer Bezug zum Wasser, zur Elbe, hergestellt, die täglich vor dem Künstler:innenhaus vorbeifließt und den Ort prägt. Der Fluss fungiert hier als Denkfigur für kontinuierlichen Wandel, Dynamik und Anpassungsfähigkeit, aber auch als Symbol für Leben, Entschleunigung, Verbindung und Netzwerke. Wasser als essentieller Bestandteil von Ökosystemen, die ständig in Wechselbeziehungen und Veränderung stehen, verbindet Systeme an Land sowie im und unter Wasser. Es spiegelt äußere klimatische Bedingungen direkt wider, zum Beispiel Hoch- oder Niedrigwasser, Temperatur, schnelle oder langsame Fließbewegungen. Auch auf akustischer Ebene sind diese Zustandsänderungen wahrnehmbar.
Wir fragen also: Kann, wenn wir die Unsicherheit als eine Grundbedingung des menschlichen Lebens akzeptieren – die es nicht zu bekämpfen, sondern zu nutzen gilt; wenn wir Unsicherheit als etwas Produktives begreifen, darin eine Chance zur Neujustierung liegen? Künstlerische Herangehensweisen, kreatives Denken, neue Erfahrungen und konstruktive Praktiken können dabei helfen, ein „anderes“, neues Verhältnis zur (Mit)Welt und positive Visionen zu entwickeln, sowie Veränderungen als Möglichkeitsformen zu begreifen. Hoffnung, Gemeinschaft und Resilienz sind dabei wichtige Ressourcen, Entschleunigung und Resonanz bieten mögliche Lösungsansätze, um mit der Komplexität umzugehen. Der Blick in andere Kontexte wie natürliche Ökosysteme oder Lebensweisen fernab der westlichen Verwertungslogik, können uns Wissen über den Umgang mit Unsicherheit, Veränderung und Anpassung lehren. Es sind harmonische, solidarische, fließende Beziehungen und Gemeinschaften.
In einem offenen, fließenden Ausstellungskonzept werden die verschiedenen inhaltlichen Bezüge zusammengeführt und bilden gleichzeitig die Arbeitsmethode dieses fortlaufenden Projektes. Es gibt keine klassischen Laufzeiten mit Anfangs-und Enddatum, sondern fließende Übergänge, in denen die künstlerischen Arbeiten aufeinander reagieren und Beziehungen aufbauen können – inhaltlich, zeitlich und interdisziplinär. Wir nehmen Geschwindigkeit raus und fokussieren uns auf Resonanz und Dialog. Der Galerieraum wird zum künstlerischen Resonanzraum, im Sinne einer gegenseitigen körperlichen Erfahrung, eines Gesprächsraums, einem Ort von Gemeinschaft und positiver Visionen.
Das Ausstellungskonzept konzentriert sich auf drei Themenschwerpunkte, die zeitlich und thematisch fließend ineinander übergehen werden: räumlich-akustische Resonanz, soziale und gesellschaftliche Resonanz, sowie ökologische und systemische Resonanz.
Die Ausstellung wird gefördert durch

Mit Unterstützung des Verbandes für aktuelle Musik Hamburg e.V.
