JAHRESPROJEKT RESONANZEN

Sprechen & Hören
Eveline Vervliet und Felix Mayer stellen ihre künstlerische Arbeit vor und laden zum gemeinsamen Sprechen und Hören ein.
Sonntag, 15. Februar 2026 – 15.00 Uhr
Für die Ausstellung “Resonanzen – Fließende Begegnungen und akustische Zwischenräume” entwickeln die beiden Künstler:innen jeweils eine neue ortsbezogene Arbeit und stellen diese im gemeinsamen Gespräch vor.

Eveline Vervliet, Portrait – Foto: Renata Fotografie
Eveline Vervliet ist eine belgische Komponistin, die in Hamburg lebt. In ihrer Arbeit untersucht sie das Zusammenspiel zwischen Musiker:innen und Technologie sowie zwischen Menschen und Tieren. Ihre aktuelle Praxis dreht sich um Erinnerung, Auslöschung und das Komponieren mit Vergänglichkeit. Für die Ausstellung entwickelt sie die neue ortsspezifische Klangarbeit As your voice will (dis)appear, perhaps , in der sie der Vorstellung nachgeht, was aus unseren (digitalen) Stimmen im Falle einer zukünftigen Auslöschung wird. Vervliet wird ein digitales Ökosystem von Stimmen schaffen – ein System, das gleichzeitig wächst und sich selbst zerstört. Über eine Webseite erhalten Besucher:innen in der Ausstellung oder über einen QR Code die Möglichkeit, ihre eigene Stimme aufzunehmen und in eine digitale Datenbank einzuspeisen. Ergänzt werden diese durch fiktive Aufnahmen ausgestorbener Tierarten. Nach und nach werden die Dateien durch einen Algorithmus geschickt, welcher die Audioaufnahmen analysiert und degradiert. Nach einer bestimmten Anzahl an Wiederholungen und Neuinterpretationen wird die Datei „sterben“ und bleibt so als Fossil Teil des Ökosystems, welches im Ausstellungsraum erklingt.
evelinevervliet.com


Felix Mayer, untitled (three dots and a dash) – Fotos: Felix Mayer, Andre Germar
Felix Mayer ist als Posaunist, Komponist und Klangkünstler aktiv im Bereich der experimentellen Musik. In Bands, Kollektiven und ad-hoc Gruppierungen lotet er Grenzen improvisatorischer und instrumentaler Praxis aus, beschäftigt sich mit alternativen Notationsmöglichkeiten wie Text- und Game Pieces, Video-Partituren und Improvisationskonzepten. Gemeinsam mit Akteur:innen aus Literatur, Tanz, Film und Performance realisiert er radiophone Formate, installative Hörspiele und Konzert-Installationen. Ortsspezifische und häufig mehrkanalige Klanginstallationen befassen sich mit den assoziativen und klanggestalterischen Potentialen von Alltagsgegenständen wie Konservendosen, Ölfässern und Mülleimern.
