STIPENDIEN Aktuell DE

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Die Stipendien werden finanziert durch Mittel des Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.

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Finissage mit Gespräch und Vorstellung der Kataloge

Offener Austausch mit den Stipendiat:innen der beiden Generationen 2024 und 2025.
Samstag, 1. November 2025 – 15.00 Uhr

Wie erleben und nutzen die aktuellen Stipendiat:innen die 4-monatige Arbeitsphase im Künstler:innenhaus Lauenburg? Was kommt danach? Wie schaut man ein Jahr später auf das Stipendium zurück?
Im Rahmen der Finissage werden auch die kürzlich erschienenen Einzelkataloge der Stipendiat:innen 2024 vorgestellt.
Sechs Stipendiat:innen Juan Blanco (2024), Sara Cubarsi (2024), Yara Jakobs (2025), Clara Lena Langenbach (2024), Isabell Ratzinger (2025), Sagardía (2025) und die Grafikerin Bianca Wessalowski sind anwesend.


Abschluss präsentation

der aktuellen Stipendiat:innen 2025
Alisha Gamisch, Yara Jakobs, Anaïs Meier, Isabell Ratzinger und Sagardía
20. September – 2. November 2025

Samstag, 20. September 2025 – 15.00 Uhr
Lesungen von Alisha Gamisch, Yara Jakobs und Anaïs Meier.
Kunstinstallation von Isabell Ratzinger.

Eröffnung der Abschlusspräsentationen in der Stadtgalerie.

Begrüßung und Einführung
Christa Mahl, 1. Vorsitzende
Marita Landgraf, Künstlerische Leitung

Abschlusspräsentationen der Stipendiat:innen 2025, Kunstinstallation von Isabell Ratzinger – Fotos: Dirk Eisermann

Abschlusspräsentationen der Stipendiat:innen 2025, Lesung mit Alisha Gamisch, Yara Jakobs und Anaïs Meier – Fotos: Dirk Eisermann

Abschlusspräsentationen der Stipendiat:innen 2025, Yara Jakobs und Alisha Gamisch – Fotos: Marita Laandgraf


Sonntag, 21. September 2025 – 14.00 Uhr
Sagardía – Uraufführung von „Romper la hora!“
,
Schlagzeug-Performance für zwei Profi-Schlagzeuger und schlagzeugspielende Stadt.
Treffpunkt: 13.45 Uhr am Kirchplatz Lauenburg

Sagardía - Romper la hora! Abschlusspräsentation der Stipendiat:innen 2025

Abschlusspräsentationen der Stipendiat:innen 2025, Sagardía – Romper la hora! – Fotos: Robert Schlossnickel

Abschlusspräsentation Stipendium Komposition am Künstler:innenhaus Lauenburg am Sonntag, 21. September 2025
Schlagzeug-Performance für zwei Profi-Schlagzeuger und schlagzeugspielende Stadt.


Sonntag Nachmittag Tanz 16-19 Uhr
SoNaTa mit VARGO – MELODIC HOUSE & TECHNO

Abschlusspräsentationen der Stipendiat:innen 2025, SoNaTa mit VARGO – Fotos: Robert Schlossnickel


Samstag, 1. November 2025 – 15.00 Uhr
Finissage mit Gespräch und Katalogvorstellung

Offener Austausch mit den Stipendiat:innen aus zwei Generationen.
Wie erleben und nutzen die aktuellen Stipendiat:innen die 4-monatige Arbeitsphase im Künstler:innenhaus Lauenburg? Was kommt danach? Wie schaut man ein Jahr später auf das Stipendium zurück?
Im Rahmen der Finissage werden auch die Einzelkataloge der Stipendiat:innen 2024 vorgestellt.


Internationale Residenz stipendien im Bereich Literatur

Im Bereich Literatur vergibt das Künstler:innenhaus Lauenburg in 2025 gleich drei Stipendien an drei Autorinnen aus Deutschland und der Schweiz.

Das internationale Residenzstipendium für Literatur teilen sich Anaïs Meier (lebt und arbeitet in Zürich) und Alisha Gamisch (lebt und arbeitet in Berlin) mit je zwei Monaten.

Jury Bereich Literatur:
Annika Dorau (freie Kuratorin, Literaturvermittlerin und Designerin), Senka (Autor:in und ehemalige Stipendiat:in 2024), Clemens Böckmann (Autor, Blogger „other writers need to concentrate“, Herausgeber), Franziska Otto (Edition Nautilus)


Wer sind die aktuellen Stipendiat:innen und woran arbeiten sie? Annika Dorau im Gespräch mit Alisha Gamisch



Alisha Gamisch

Alisha Gamisch (sie/ihr), lebt als freiberufliche Autorin und Kuratorin in Berlin. Ihr erster Gedichtband Lustdorf erschien 2020 im Verlagshaus Berlin und wurde vom Haus für Poesie als eines der besten Lyrikdebüts des Jahres 2020 ausgewählt und für den Ulla-Hahn-Preis nominiert. Für ihr Romanprojekt Parasiti erhielt sie 2021 das Recherchestipendium und 2022 das Arbeitsstipendium des Berliner Senats, im selben Jahr den Nora-Pfeffer-Preis für Lyrik. Im Jahr 2023 war sie Teilnehmerin der Schreibwerkstatt des LCB Berlin, im Frühjahr 2025 Stipendiatin im Künstlerdorf Schöppingen. Aktuell kuratiert und moderiert sie die Lesungs- und Diskussionsreihe PostOst-Café. Im Künstlerhaus Lauenburg wird sie an ihrem Debütroman “Parasiti” schreiben, der 2026 erscheinen wird. 


Anaïs Meier

*1984 in Bern. 
Studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Schrieb 2018-2022 die monatliche Kolumne “Aus dem Réduit” für die Fabrikzeitung. 2018 Mitgründerin des Autorinnenkollektivs RAUF. 2020 erschien der Kurzgeschichtenband “Über Berge, Menschen und insbesondere Bergschnecken” bei mikrotext, 2021 der Roman “Mit einem Fuss draussen” bei Voland & Quist. Das nächste Buch heisst “Die Dekonstruktion des Feminismus durch den Tennisclub Oberdiessbach im ICE 376” und spielt hauptsächlich in einem ICE zwischen Thun und Hamburg Altona, es muss allerdings noch geschrieben werden. 


Nationales Arbeits stipendium mit Kind im Bereich Literatur

Yara Jakobs (Deutschland, lebt und arbeitet in Hamburg), 4 Monate

grafischer Essay_Seite 46 @ Yara Jakobs

Grafischer Essay, Seite 46 – Yara Jakobs

grafischer Essay_Seite 47 @ Yara Jakobs

Grafischer Essay, Seite 47 – Yara Jakobs

Yara Jakobs

Das Projekt „Rolle, Rolle“, eine Graphic Novel, thematisiert soziale Rollen und Identität. Als Inspiration dient der Autorin ihr Alltag als getrennterziehende Mutter im Patriachat und digitale Räume sowie Internet Kultur.

Der Autorin gelingt es, die Zerrissenheit zwischen Künstlerin und Muttersein überzeugend zu erzählen. Es ist eine fantastisch gezeichnete, interessante und ungewöhnliche Story. Das Genre Graphic Novel fügt sich gut in das Profil des Künstler:innenhauses ein.

Yara Jakobs hat in Angoulême, Bozen und Hamburg Grafik, Produktdesign, Comic und Illustration studiert. Neben ihren Publikationen vermittelt sie Kindern und Jugendlichen in Workshops erzählerisches Zeichnen und Malen.

Annika Dorau im Gespräch mit Yara Jacobs


Internationales Residenz stipendium im Bereich Bildende Kunst

Isabell Ratzinger (Deutschland, lebt und arbeitet in Offenbach am Main), 4 Monate

Jury Bereich Bildende Kunst:
Peter Kruska (Direktor der Stadtgalerie Kiel), Paula Kommoss (Leiterin der Overbeck-Gesellschaft Lübeck), Aleen Solari (Bildende Künstlerin, ehemalige Stipendiatin 2021, Vertretungsprofessur Malerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel), Conny Becker (Mitglied der Initiative fair share, Residenzprogramm DIEResidenz)

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Nachbarin, Isabell Ratzinger, 2020 – Foto: Jakob Francisco

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Dinge ohne Namen, Isabell Ratzinger, 2022 – Foto: Lena Bils

Isabell Ratzinger

Die Künstlerin plant, während ihres Aufenthaltes in Lauenburg eine begehbare, ortsspezifische Installation zu entwickeln, die sich um das seltsame und undefinierbare Wesen von Kafkas “Odradek” entfaltet und ihren Ausgangspunkt in der Bronzefigur „Lauenburger Rufer“ (1959) von Karl-Heinz Goedtke nimmt. Mit dieser Herangehensweise verknüpft sie den Ort, einidentitätsstiftendes Monument, lokale Traditionen und die Konstruktion von Geschichte(n) bis hin zur Gegenwart. Der Rufer bildet die Grundlage, um den Zwischenbereich auszuloten von dem, was uns die Figur intuitiv erzählt und was wir in sie einschreiben wollen. „Brüllt er einen Scherz oder ruft er eine Warnung aus?“, fragt sich Isabell Ratzinger. Sein Ruf bleibt stumm und gibt somit viel Raum für Interpretationen und Spekulationen.
Die Untersuchung des Identitätsbegriffs aus bildhauerischer Perspektive, machte die Jury besonders neugierig: Es wird spannend zu sehen, wie Isabell Ratzinger den Lauenburger Rufer und „Odradek“ miteinander in Beziehung setzt und in das Medium Skulptur und Installation überträgt. Wir sind ebenso gespannt.
Isabell Ratzinger, in Mainz geboren, erhielt 2022 ihr Diplom an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main mit dem Fokus Experimentelle Raumkonzepte, Bildhauerei und Bühnenbild/Szenischer Raum. Ausstellungs- und Forschungsprojekte führten sie ins In-und Ausland, u.a. nach Japan und Litauen.

Annika Dorau im Gespräch mit Isabell Ratzinger


Internationales Residenz stipendium im Bereich Komposition

Sagardía (Paraguay, lebt und arbeitet in Berlin), 4 Monate

Jury Bereich Komposition:
Prof. Franz Danksagmüller (Musikhochschule Lübeck), Annesley Black (Komponistin), Heiko Wommelsdorf (Klangkünstler, Kurator und ehemaliger Stipendiat 2011)

Annika Dorau im Gespräch mit Sagardía

Sagardía

Der Komponist und Klangkünstler arbeitet bereits seit Mai an seinem Projekt „Romper la hora! 2025“ für Lauenburg – zu deutsch etwa: Die Stunde kaputtschlagen!. Konzipiert ist das Stück für professionelle Schlagzeuger:innen, aber auch für eine schlagzeugspielende Stadt mit möglichst vielen ihrer musikalischen Organisationen. Vorbild dieser etwa einstündigen Schlagzeug-Performance, die am 21. September 2025 im Rahmen der Abschlusspräsentationen stattfinden wird, ist der gleichnamige spanische Festtag.
Die Jury überzeugte die künstlerisch musikalische Qualität seiner eingereichten Kompositionen – auf emotionaler, hörbarer und greifbarer Ebene.
Jeder kann mitmachen bei „Romper la hora! 2025!“. Es sind alle Interessierten eingeladen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Musik- oder Schlagzeuggruppen, mit und ohne Erfahrung, mit und ohne Schlaginstrumente. Nach einer ersten Kontaktaufnahme werden entsprechende Partituren an die interessierten Beteiligten verteilt, in kurzen Workshops erklärt und einstudiert.

Sagardía studierte instrumentale Komposition bei Adriana Hölzsky und Hans-Joachim Hespos an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und später an der Folkwang Universität der Künste bei Nicolaus A. Huber und Günther Steinke sowie elektronische Komposition bei Dirk Reith. Er erhielt für seine Arbeit zahlreiche nationale und internationale Stipendien. Sein Drehbuch „Schwarze Ähre“ wurde vom Goethe-Institut St. Petersburg mit dem 1. Preis ausgezeichnet.


CALL THE ARTIST

Wer sind die aktuellen Stipendiat:innen und woran arbeiten sie? Informationen sind telefonisch abrufbar. Ruf an: +49 (0)4153 577140 – rund um die Uhr


VORAUSWAHLEN, Shortlist

Die Stipendien werden finanziert durch Mittel des Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.

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