POSITION #03 Via Lewandowsky SOS

POSITION #03 Via Lewandowsky, SOS, 2021, Neoninstallation und Don’t Cry, 2015/2022,
Installation mit Kassettenrekorder, Verdampfer, Licht, Bewegungsmelder – Fotos: SOS von Robert Schlossnickel und Don’t Cry von Dirk Eisermann

POSITION #03 Via Lewandowsky SOS 23. November 2025 — 5. April 2026

© Foto Thomas Bruns

POSITION #03
Via Lewandowsky
SOS

23. November 2025 – 5. April 2026

Eröffnung
Sonntag, 23. November 2025 – 15.00 Uhr

Begrüßung Welcoming Speech
Christa Mahl, 1. Vorsitzende
Marita Landgraf, Künstlerische Leiterin
Künstler:innenhaus Lauenburg

Schaufensterausstellung täglich 12.00 – 22.00 Uhr

Winterschließzeit
15. Dezember 2025 – 28. Januar 2026

Weitere Informationen zu Via Lewandowsky

Mit zwei Werken des Künstlers Via Lewandowsky setzt das Künstler:innenhaus Lauenburg die Reihe POSITION fort, in der es gesellschaftlich relevante Fragen aufgreift, um einen Dialograum zu öffnen. Die Neonarbeit SOS (2021) und die Installation Don’t Cry (2015/2022) nehmen Bezug zur parallel laufenden Gruppenausstellung „Resonanzen“. Diese setzt sich mit der Frage auseinander, wie wir als Gesellschaft mit Unsicherheiten, Veränderungen und den komplexen Herausforderungen unserer Zeit umgehen und dabei positive Zukunftsvisionen entwickeln können. Die verschiedenen Sichtweisen und Empfindungen oszillieren dabei zwischen Bedrohungs- und Ohnmachtsgefühl bis hin zu Hoffnung, Sehnsucht und positiven Möglichkeitspotenzialen. Diese Spannweite und Mehrdeutigkeit findet sich auch in den ausgestellten Arbeiten von Via Lewandowsky wieder. Der verlassenen Geliebten zu raten „don’t you cry“ – also beim Abschied nicht zu weinen – scheint genauso absurd, wie das internationale Notsignal „SOS“ in ein lapidares „so so“ umzudeuten. Doch genau durch diese Ironie und Absurdität entsteht eine Doppelbödigkeit, die Gewissheiten infrage stellt. Im Deutschen stellt der Ausspruch „so so“ einen leicht ironischen oder fragenden, nicht ganz ernst zu nehmenden Kommentar dar. Im Englischen steht er für die mittelmäßige Zustandsbeschreibung „geht so“. Und in der freien Interpretation wurden später Bedeutungen wie „save our souls“ (Rettet unsere Seelen) oder „save our ship“ (Rettet unser Schiff) hinzu erdacht. Die abwechselnd erscheinenden Neonbuchstaben formen also nicht nur zwei unterschiedliche Worte und Bedeutungen, sondern auch sehr gegensätzliche Zustandsverhältnisse. Mit Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, ökologischen wie weltpolitischen Entwicklungen ließe sich fragen: Geht es noch? Wirklich? Besteht noch Hoffnung? Oder befinden wir uns schon in einer bedrohlichen Notlage?

Die Ausstellung wird gefördert durch