AKTUELL

1. ÖFFENTLICHE PODIUMSDISKUSSION

Lauenburg im Wandel

 

Freitag, 25. Oktober 2019 um 19.00 Uhr
Haus der Begegnung, Fürstengarten 29, Lauenburg/Elbe

Auf dem Podium diskutieren:
Reinhard Nieberg, Amtsleiter Stadtentwicklungsamt Lauenburg/Elbe
Móka Farkas und Berndt Jasper, Künstlerkollektiv Baltic Raw, Hamburg
Kerstin Niemann, Wiss. Mitarbeiterin Kultur der Metropole, HafenCity Universität, Hamburg
Moderation: Dr. Veronika Schöne, Kunsthistorikerin und Autorin, Hamburg

Nachbericht zur 1. Podiumsdiskussion hier

Foto: Stefan Tomaszewski, 2019

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Künstlerhaus Lauenburg, 2019

 

 

 

 

 

 

 

Im Idealfall ist die Stadt ein attraktiver Lebens-, Wirtschafts-, Erholungs- und Kulturraum. Wie kann eine alltagstaugliche, qualitativ lebenswerte und nachhaltige Stadtentwicklung gelingen? Welche Art von Stadt wünschen sich die Bewohner*innen und wie kann die Öffentlichkeit in planerische Prozesse einbezogen werden? Welche Kriterien - wirtschaftliche, soziale oder ökologische - werden der Stadtplanung aktuell zugrunde gelegt und welche Möglichkeiten eröffnen künstlerische und interdisziplinäre Arbeitsansätze, um Stadt anders zu denken und zu bauen?
Diese Fragestellungen sind fortwährend im Prozess und müssen bei allen Veränderungen im städtischen Umfeld immer wieder neu verhandelt werden.

In einer Reihe von Veranstaltungen zum Thema "Stadt im Wandel" lädt das Künstlerhaus Lauenburg zu einer ersten öffentlichen Podiumsdiskussion am 25. Oktober 2019 ein. Gemeinsam möchten wir über "Lauenburg im Wandel" diskutieren. Uns interessiert, welche Bedürfnisse und Visionen haben die Lauenburger*innen für die Zukunft ihrer Stadt und mit welchen Ideen können künstlerische Projektbeispiele aus anderen Städten dazu antworten.

Mit dem Offenen Atelier wie auch der Stadtgalerie im öffentlichen Raum begibt sich das Künstlerhaus Lauenburg seit 2017 immer wieder in den Stadtraum, um diesen mit Teilnehmer*innen "neu" zu erkunden und wahrzunehmen. Ziel ist eine Öffnung des Hauses hin in die Stadt und ein Dialog mit den Bewohner*innen. Daraus hat sich für 2019 und 2020 das Jahresthema "Stadttransformation - Stadt im Wandel" herausgebildet. Die ständigen Veränderungen und Weiterentwicklungen denen der Stadtraum unterliegt, möchte das Offene Atelier des Künstlerhauses kontinuierlich mit verschiedenen Workshops und Veranstaltungen mit Bürger*innen jeden Alters begleiten.

Die Podiumsdiskussion wurde konzipiert und organisiert von:
Marita Landgraf, Künstlerische Leitung
Benjamin F. Stumpf, Projektleitung Offenes Atelier

Unterstützt durch den Vorstand des Künstlerhauses:
Ulrike Mechau-Krasemann, Angelika Fobian, Karin Bartelt-Frercks

Das Offene Atelier im Künstlerhaus wird gefördert durch:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein
Kreis Herzogtum Lauenburg
Stadt Lauenburg
Versorgungsbetriebe Elbe GmbH
Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg
Demokratie leben!

Instagram #lauenburgbinich


 

Soundwalk Lauenburg – Klangforschung und akustische Szenografie

Workshop der Muthesius Kunsthochschule in Lauenburg
26.– 27. Oktober, jeweils 10.00 – 18.00 Uhr
mit Sven Lütgen

Die urbane Klangsphäre gliedert sich einerseits in Räume der Teilhabe, indem sie die Bewohner weiträumig mit den Ereignissen ihrer Umgebung und dem charakteristischen Grundtönen ihrer Stadt verbindet, sie weist aber auch undurchdringliche Barrieren des Rauschens und unbelebte Zonen der Stille auf. Das Hören erschließt uns in besonderem Maße Ereignisse, Reichweiten und Räume der Kommunikation sowie deren Dichte, Komplexität und Veränderlichkeit.

Eine Stadt erlebbar zu machen, bedeutet Öffnungen, Verbindungen und Abwechslung zu schaffen. Die akustische Dimension besitzt hierbei besondere Stärken, schon daher, weil sie uns konstant mit der Welt in Verbindung hält – auch wenn dies oft unbewusst geschieht.

Die Disziplin des Soundwalks eignet sich ganz besonders, um Unsichtbares wahrnehmbar machen , Stimmungen einer Umgebung zu erforschen, zu erschaffen und zu verstärken, sowie Dynamiken, Zusammenhänge oder Abgrenzungen ins Bewusstsein bringen. Das Spektrum reicht dabei von Führungen mit verbundenen Augen, über die klassische Spielart eines über Kopfhörer abgespielten Soundfiles, bis hin zu multimedialen, szenografischen Konzeptionen, in denen fiktive und reale Elemente. Imagination und Außenwelt miteinander verschränkt werden.

Beginnend mit der hörenden Erkundung der Klangumgebung der Stadt Lauenburg und dem Sammeln von Klangmaterial sollen über zwei Tage in freier Gestaltung Soundwalks konzipiert werden, die besonders die Strukturen und Veränderungen dieser Stadt in den Fokus rücken.


 

LAUENBURG BIN ICH - künstlerischer Wettbewerb und Plakatkampagne

#lauenburgbinich

#lauenburgbinich

Gewinner*innen des künstlerischen Wettbewerbs stehen fest

Wie wünscht du dir deine Stadt von morgen?
Das Künstlerhaus Lauenburg sucht Ideen und Zukunftsvisionen für Lauenburg.

Mit diesem Aufruf initiierte das Künstlerhaus Lauenburg einen künstlerischen Wettbewerb, der sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene richtete. Die Teilnahme war als Einzelperson oder Gruppe möglich. Nun stehen die Gewinner*innen fest.
Der erste Platz geht an Susanna Brauer und ihre Enkel Leo und Noa für den Beitrag „Wunschbaum“. An den Ästen eines Baumes hängen gestaltete Formen aus Papier, beschriftet mit persönlichen Wünschen, wie „überall Insektenhotels und Nistkästen“, „Spielplätze in der Unterstadt“ oder „der Kleine Markt soll gemütlich werden“. Diese Vorschläge sollen nun durch die Lauenburger*innen ergänzt werden. Gelegenheit dazu wird eine Ausstellung der Arbeit im öffentlichen Raum bieten. In welcher Form die Präsentation erfolgt, wird derzeit zusammen mit den Künstler*innen und Stipendiatinnen des Künstlerhauses beraten. Lucia Sotnikova und Fumiko Kikuchi bildeten zusammen mit Eva Ammermann und Denis Recknagel von den VersorgungsBetrieben Elbe die Jury des Wettbewerbs. Sie hoben vor allem die ästhetische Qualität und die konkrete Bezugnahme zum Thema des Wettbewerbs hervor.

Der zweite Platz, ein exklusiver Workshop mit dem Offenen Atelier des Künstlerhauses, geht an eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Lauenburg. Unter Leitung von Philip Graffam erstellten sie das Video „Remote Control“.
Der dritte Platz und damit verbunden eine einjährige Mitgliedschaft im Künstlerhaus Lauenburg, erhält Stefan Tomaszewski. Das Künstlerhaus gratuliert allen Gewinner*innen ganz herzlich.

Der künstlerische Wettbewerb findet im Rahmen des Offenen Ateliers im Künstlerhaus Lauenburg statt. Dieses widmet sich in 2019/2020 dem Thema Stadttransformation - Stadt im Wandel und nimmt damit konkret Bezug auf den derzeitigen baulichen Wandel in der Oberstadt Lauenburgs. Verschiedene Investoren haben die Qualitäten der Stadt für sich entdeckt und arbeiten aktuell an einer neuen Stadtbelebung und Aufwertung des Ortes. Hierdurch stehen grosse Veränderungen und neue Herausforderungen für die Stadt, das Stadtbild und das soziale Gefüge an, welche zu einer kontroversen Betrachtung in der Gesellschaft führen. Das Offene Atelier wird diese städtische Transformation begleiten und fragt nach den Bedürfnissen und Zukunftsvisionen der Bewohner*innen vor Ort.
Im Rahmen seines vielfältigen Programms möchte das Künstlerhaus einen gemeinsamen Dialog anregen, der nicht nur die Gegenwart und Zukunft Lauenburgs betrachtet, sondern auch die Vergangenheit des Ortes.

Mit freundlicher Unterstützung durch VersorgungsBetriebe Elbe GmbH

Mit einer auffälligen Plakatserie wirbt das Künstlerhaus Lauenburg seit Anfang Mai 2019 um die Aufmerksamkeit von Passant*innen und Autofahrer*innen in und um Lauenburg/Elbe. Die Plakate stellen Fragen wie "Was ist oben, was ist unten?", "Zurück in die Zukunft?" oder "Wie viele Sprachen spricht Lauenburg?". Dabei sind die Sätze absichtlich sehr offen gehalten, um verschiedene Interpretationen zuzulassen. Sie sollen als Anregung dienen, sich mit dem eigenen Ort (neu) auseinanderzusetzten. 
Der Hashtag #lauenburgbinich verbindet diese und weitere Aktionen des Offenen Ateliers im Künstlerhaus und ruft die Lauenburger und Lauenburgerinnen ausdrücklich zu Reaktionen und Antworten auf (per Instagram, Mail oder Post).

Die Kampagne ist Teil des Programms des Offenen Ateliers zum Thema "Stadttransformation - Stadt im Wandel". Dazu fanden bereits im letzten Jahr verschiedene Workshops und Kooperationen statt. Die Abschlussausstellung "Identität und Wandel" stellte im Dezember 2018 die künstlerischen Arbeitsergebnisse im öffentlichen Raum von Lauenburg aus.

Auch in 2019 nimmt das Offene Atelier konkret Bezug auf den derzeitigen baulichen Wandel in der Oberstadt Lauenburgs. Verschiedene Investoren haben die Qualitäten der Stadt für sich entdeckt und arbeiten aktuell an einer neuen Stadtbelebung und Aufwertung des Ortes. Hierdurch stehen grosse Veränderungen und neue Herausforderungen für die Stadt, das Stadtbild und das soziale Gefüge an, welche zu einer kontroversen Betrachtung in der Gesellschaft führen. Das Offenen Atelier wird diese städtische Transformation begleiten und fragt nach den Bedürfnissen und Zukunftsvisionen der Bewohner*innen vor Ort.
So können im Rahmen eines künstlerischen Wettbewerbs noch bis zum 15. Juni 2019 Ideen und Vorstellungen zur Frage "Wie wünscht du dir dein Stadt von morgen?" eingereicht werden. Der Wettbewerb richtet sich an Einzelpersonen oder Gruppen jeden Alters. Ausführliche Informationen und Teilnahmebedingungen stellt die Homepage des Künstlerhauses bereit.

Im Rahmen seines vielfältigen Programms, möchte das Künstlerhaus einen gemeinsamen Dialog anregen, der nicht nur die Gegenwart und Zukunft Lauenburgs betrachtet, sondern auch die Vergangenheit (Erinnerungen) des Ortes. Es soll damit der Frage nachgegangen werden, warum das Sammeln, Archivieren und Vermitteln städtischer Überlieferungen wichtig für ein vielschichtiges Stadtverständnis ist. Zugleich sollen aber auch neue Ansätze und Chancen durch eine städtische Weiterentwicklung thematisiert werden. Dazu lädt das Künstlerhaus  im August 2019 zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung ein, in der Vertreter*innen aus Politik,  Anwohnerschaft, Kooperationspartnern, Fachreferent*innen und Künstler*innen zu Wort kommen. Damit eröffnet das Künstlerhaus eine Kommunikation zwischen Stadt und Bevölkerung.