Konzept

In 2017 hat das Künstlerhaus Lauenburg mit der Neukonzeption des „Offenen Ateliers“ erfolgreich eine erweiterte Struktur der Kunst- und Kulturvermittlung aufgebaut. Hauptziele waren vor allem die Kooperation mit unterschiedlichen lokalen und überregionalen Einrichtungen und der Dialog mit der Stadtbevölkerung Lauenburgs.

Unter Leitung von Benjamin Stumpf fanden zum Thema „Ästhetische Ortserkundung“ verschiedene freie und institutionelle Workshopmodule  statt. Benjamin Stumpf ist seit 2015 als Kulturvermittler des Landes Schleswig-Holstein tätig.

Freie Workshops richteten sich an die Bürger*innen Lauenburgs. Im Mittelpunkt stand hierbei die künstlerische Auseinandersetzung mit der eigenen Stadt. Die Workshopteilnehmer waren dazu eingeladen, sich in den kulturellen Diskurs einzubringen und eine Reflexion zur eigenen Umgebung aufzubauen. Bei diesen Workshops kam vor allem das Medium der Fotografie zum Einsatz. Zum Projektabschluss wurde eine umfassende Plakatausstellung initiiert, bei der über 100 Bildmotive aus der fotografischen Ortserkundung mit Workshopteilnehmern im öffentlichen Raum und am Künstlerhaus grossformatig präsentiert wurden.

Im Rahmen einer universitären Lehrveranstaltung unter Leitung von Dr.Kerstin Hallmann, findet in 2018 nun bereits im zweiten Durchlauf eine Kooperation mit Studierenden aus dem Bereich Lehramt Kunst der Leuphana Universität Lüneburg (Institut für Kunst, Musik und ihre Vermittlung) über ein Semester statt. Neben der Auseinandersetzung mit dem Ort und der Entwicklung ortsspezifischer Projekte spielt hierbei auch die Einbindung der Stipendiaten des Künstlerhauses Lauenburg eine zentrale Rolle. Der Dialog bietet den Teilnehmern neue Möglichkeiten des Austauschs und der Inspiration in unterschiedlichen künstlerischen Bereichen.
In 2018 ist findet hinaus eine Vortragsreihe an der Leuphana Universität Lüneburg statt, in der die Residenzstipendiaten ihre künstlerische Arbeit präsentieren. Diese wird für alle Studiengänge und Interessierte offen sein.

JAHRESTHEMA 2018  „STADTTRANSFORMATION“

Ein gemeinsames Programm des Offenen Ateliers und der Stadtgalerie Lauenburg im öffentlichen Raum

Das neue Jahresthema „Stadttransformation“ schließt an die Beschäftigung mit der Stadt Lauenburg anhand der ästhetischen Ortserkundung an und nimmt konkret Bezug auf den derzeitigen baulichen Wandel in der Oberstadt Lauenburgs. Der 2017 begonnene Abriss an der Berliner Straße soll den Anfang für den Neubau einer Marktgalerie bilden, mit dem Ziel, die Oberstadt wieder stärker zu beleben und einen neuen Ortskern zu schaffen. Auch das Gelände um das Schloss und den Fürstengarten soll besser genutzt und angebunden werden. Das Jahresprogramm des „Offenen Ateliers“ wird diese städtische Transformation begleiten.

In diesem Rahmen soll im Austausch mit politischen Stadtvertreter*innen, Anwohner*innen, Interessierten und Workshopteilnehmer*innen eine temporäre Ideenplattform (Architektur) im öffentlichen Raum entstehen. Geplant ist die Erschaffung eines wandelbaren Möglichkeitsraums für verschiedene themenbezogene Veranstaltungsformate wie z.B. Foto-, Video- oder Audiopräsentationen sowie Interventionen, Performances, Lesungen und Konzerte. Ein prozessorientierter Ansatz steht hierbei im Fokus. Auf diese Weise soll ein Satellitenort des Künstlerhauses in der Oberstadt entstehen, der für den gemeinsamen Dialog mit der Stadt wichtig ist.

Auftakt dieses Vorhabens soll ein Dialog mit Vertreter*innen aus Politik, Anwohner*innen, Kooperationspartnern und Künstler*innen sein. In ein bis zwei Diskussionsrunden sollen verschiedene Akteure zu Wort kommen, um Informationen und Meinungen auszutauschen. Damit eröffnet das Künstlerhaus eine Kommunikation zwischen Stadt und Bevölkerung.

Das Offene Atelier und die Stadtgalerie Lauenburg im öffentlichen Raum wollen sich gezielt thematisch verschränken und bringen so bildende Künstler*nnen, Workshopteilnehmer*innen und Interessierte in einen Dialog.
Über die „Stadtgalerie Lauenburg im öffentlichen Raum“ sollen einzelne Künstler*innen oder Kollektive eingeladen werden, aus der thematischen Auseinandersetzung ein künstlerisches Konzept für die Plattform zu entwickeln. Die daraus entstehende Arbeit oder Ausstellung soll für einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen zu sehen sein und wiederum als Inspiration und Anknüpfungspunkt für weitere Veranstaltungsformate des „Offenen Ateliers“ dienen. Abschließend ist eine Endpräsentation geplant.