Geschichte

Um 1850 gebaut, hat das Haus in der Elbstraße 54 eine wechselvolle Geschichte erlebt. Es war Schankwirtschaft (Schreyersches Gasthaus), wurde von der Volkshochschule für Kurse genutzt und diente als Freizeitzentrum für italienische Gastarbeiter. Schließlich diente es auch als Wohnhaus.

1982 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Es gehört zu einem besonders schutzwürdigen Stadtdenkmalensemble mit zeitgenössisch typischen Merkmalen der alten Schifferstadt Lauenburg/Elbe und liegt in unmittelbarer Nähe der Kulturdenkmäler Maria Magdalenen Kirche und Elbschifffahrtsmuseum.

Auf Initiative des Lauenburger Bürgermeisters Hauke Matthießen blieb das Gebäude Eigentum der Stadt. Er übernahm 1986 die politische Patenschaft für das ambitionierte Projekt KÜNSTLERHAUS LAUENBURG und so konnte mit erheblichem Aufwand und Unterstützung durch den Bund, das Land Schleswig-Holstein, den Kreis Herzogtum Lauenburg und die Stiftung Herzogtum Lauenburg die alte Schankwirtschaft umgebaut und als Künstlerhaus neugestaltet werden.

Seit seiner Einweihung im Jahr 1986 haben nunmehr über 140 deutsche und internationale Künstler*innen als Stipendiaten ihre Spuren im Künstlerhaus hinterlassen. Brachte die erste Generation noch Unruhe in die Stadt und forderte Lernprozesse bei Bürger*innen und Künstler*innen, ist das Künstlerhaus Lauenburg heute zu einer bedeutenden Fördereinrichtung Schleswig-Holsteins erwachsen und hat seinen Ruf als internationale Stipendiatenstätte weit über die Landesgrenzen hinaus ausgebaut.

Das Künstlerhaus Lauenburg wird  institutionell durch das Land Schleswig-Holstein, den Kreis Herzogtum Lauenburg und die Stadt Lauenburg gefördert.

Seit 2009 ist der Förderverein Künstlerhaus Lauenburg/Elbe e.V. Eigentümer des Gebäudes, um es dauerhaft als Stipendiatenstätte und als einen Ort der kulturellen Begegnung zu erhalten.