Förderpraxis

Seit 1986 haben im Künstlerhaus Lauenburg/Elbe jedes Jahr fünf Künstler und Künstlerinnen aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur und Komposition die Möglichkeit, auf der Basis von halbjährigen bzw. dreimonatigen Stipendien gemeinsam in diesem Haus zu leben und zu arbeiten. In dem mit vier Atelierwohnungen, Funktionsräumen für die verschiedenen Kunstrichtungen und einer Galerie ausgestatteten Künstlerhaus haben so inzwischen über 130 Künstler und Künstlerinnen aus ganz Deutschland und aller Welt ihre Spuren hinterlassen.

Als Ort der künstlerischen Produktivität wird das Künstlerhaus Lauenburg/Elbe besonders von der gegenseitig befruchtend wirkenden Kommunikation der Stipendiaten untereinander geprägt. Ebenso vorteilhaft und inspirierend wirkt sich die direkte Verknüpfung von Wohnen, Produktion und Präsentation aus. Viele ehemalige Stipendiaten haben, nicht zuletzt auch durch ihren als sehr positiv empfundenen Aufenthalt im Künstlerhaus, einen bedeutenden Rang erworben.

Ziel der Förderpraxis ist es, aufstrebende KünstlerInnen in den Bereichen Bildende Kunst, Literatur und Komposition, denen das Potential einer Karriere im Kunst-, Literatur- und Musikbetrieb zugetraut wird, zu entdecken und innovative Darstellungsformen hervorzubringen, aufzubauen und bekanntzumachen.
Dazu vergibt das Künstlerhaus Lauenburg/Elbe jedes Jahr folgende Förderstipendien des Landes Schleswig-Holstein:

    •    3 x 5,5 Monate für Bildende Kunst und Neue Medien
    •    1 x 3 Monate für Literatur
    •    1 x 2,5 Monate für Komposition

Die halbjährigen Stipendien und das Literaturstipendium sind jeweils mit monatlich EUR 700,- dotiert, das Kompositionsstipendium mit einmalig EUR 2.200,-. Die Dotierungen verstehen sich netto, d.h., es gibt keine Abzüge für Wohnnebenkosten, Telekommunikation etc.

Die Stipendien sind als Aufenthaltsstipendium gedacht, d.h. für die jeweiligen Stipendiaten

  • Anwesenheit von min. 50 % der Stipendienzeit
  • mindestens eine Lesung, Uraufführung bzw. Ausstellung inkl. öffentlicher Einladung
  • ein Künstlergespräch
  • ein Tag des offenen Ateliers
  • eine gemeinsame Ausstellung/Aufführung/Lesung (als gemeinsame Erstpräsentation und Finissage)
  • Möglichkeit zu Besuchen/Reisen von bzw. zu bereits geplanten Austellungen, Messebesuchen, Lesungen, Aufführungen etc.
  • Exklusivität der Ausstellungen und Produktionen im Künstlerhaus

Die Bewerbungsfrist für die Stipendien des folgenden Jahres endet am 31. Oktober des Vorjahres.
Die Stipendien für Bildende Kunst laufen vom 15. Mai bis zum 31. Oktober jeden Jahres, das Stipendien für Literatur vom 1. Mai bis 31. Juli, das Stipendium für Komposition vom 15. August bis 31. Oktober.

Die Jury zur Ermittlung der Stipendiaten 2017 tagt am 19. Januar 2017.


Bewerbungsunterlagen

Zum Herunterladen stehen Bewerbern für ein Stipendium im Künstlerhaus Lauenburg/Elbe die untenstehenden Dateien bereit.

Bitte beachten Sie, dass wir unser Bewerbungsverfahren umgestellt haben und in Zukunft Bewerbungen in digitaler Form bevorzugen.

  2017_Bewerbungsformular_Bildende Kunst.pdf

  2017_Bewerbungsformular_Literatur.pdf

  2017_Bewerbungsformular_Komposition.pdf

Weiterhin stellt das Land Schleswig-Holstein insbesondere für junge Künstler, Literaten und Komponisten weitere Arbeits- und Reisestipendien zur Verfügung. Über deren Vergabe entscheidet der Ministerpräsident auf Vorschlag einer Fachkommission. Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen finden sich unter dem folgenden link:

link


Übersetzerstipendien der Robert-Bosch-Stiftung

Für professionelle Literaturübersetzer bietet die Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Künstlerhaus Lauenburg Arbeitsaufenthalte an. Voraussetzung ist, dass die Bewerber innerhalb der letzten drei Jahre an einem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Übersetzer- und Literaturprojekt teilgenommen haben oder an der Übersetzung eines belletristischen Werkes arbeiten, das mit einem Grenzgänger-Recherchestipendium gefördert wurde.  Ort und Dauer des Aufenthaltes (je nach Bedarf und Möglichkeit von zwei bis zu vier Wochen) orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen und Wünschen des Übersetzers.

Die Arbeitsstipendien richten sich an professionelle Literaturübersetzer aus dem Deutschen und ins Deutsche und berücksichtigen dabei schwerpunktmäßig sog. kleine Sprachen in Mittel- und Osteuropa, Südosteuropa und GUS. Die Übersetzer können ihre Werke in öffentlichen Veranstaltungen präsentieren. Dafür stellt die Stiftung Mittel, insbesondere Honorare für die Übersetzer, zur Verfügung.

Weitere Informationen finden sich unter dem u.a. Link:

Robert-Bosch-Stiftung